Nach Fertigstellung der Donautalbahn wurde am 15. Februar 1875 die nur fünf Kilometer lange Stichstrecke von Saal nach Kelheim eröffnet. Die Fortführung der durchgehenden Donautalbau über Kelheim wäre aufgrund der Topografie zu kompliziert und teuer gewesen. So wäre beim Donaudurchbruch bei Weltenburg ein Tunnel notwendig gewesen. Daher wurde die Hauptstrecke weiter südlich über Abensberg gebaut.
Die kurze Strecke wurde am 29. Mai 1988 für den Personenverkehr stillgelegt. Im letzten Fahrplanjahr fuhren werktags noch drei Zugpaare zwischen Kelheim und Regensburg Hbf, die von Triebzügen der Baureihe 614 gebildet wurden:
N 7441 Kelheim 10:09 – 10:47 Regensburg Hbf
N 7433 Kelheim 12:43 – 13:26 Regensburg Hbf
N 7435 Kelheim 16:34 – 17:14 Regensburg Hbf
N 7440 Regensburg Hbf 09:09 – 09:47 Kelheim
N 7432 Regensburg Hbf 11:50 – 12:29 Kelheim
N 7442 Regensburg Hbf 15:13 – 15:58 Kelheim
Zwischen Saal und Kelheim gab es nur eine Zwischenstation, den Hp Kelhei Ost (km 2,61). Zudem den Gleisanschluß zur Zellstofffabrik, der noch bis 1993 bedient wurde. 1997 erfolgte der Einstellung des Gesamtverkehrs. Ein kurzes Stück der Strecke blieb erhalten, für verschiedene Anschlüsse am Hafen von Kelheim.
Südlich von Saal besteht der Anschluss zum Kalkwerk FELS-Werke, der über eine Spitzkehre bedient wird.
1.) 440 416 verlässt den Bahnhof Saal in Richtung Ingolstadt und überquert den Bahnübergang Donaustraße.
2.) Das Empfangsgebäude von Saal. Es ist baugleich mit dem Gebäude von Kelheim.
3.) Auf der Anschlussbahn zum Kalkwerk kommt Eurorunner ER20-05 mit einem beladenen Kalkzug nach Garching (Alz) bzw. in das dortige Carbidwerk in Hart an der Alz. Seit 2021 befördert die SETG (Salzburger Eisenbahn Transportlogistik GmbH) die Kalkzüge. Davor war die DB dafür zuständig, wie hier in Tüßling 2010 zu sehen ist.
4.) Der Zug besteht aus zwei- und vierachsigen Kalkkübelwagen.
5.) Die Fahrt in den Bahnhof Saal führt über eine Spitzkehre. Der Zug ist hier gerade am Ende des Ausziehgleises zum stehen gekommen.
6.) Der Kalkkübelzug wird in den Bahnhof zurückgedrückt. Erst von hier aus kann die Fahrt nach Regensburg erfolgen.
7.) Alle SETG-Triebfahrzeuge haben Tiermotive auf den Seitenwänden. Die ER20-05 hat einen Feuersalamander
8. + 9.) Nach dieser Zick-Zack-Fahrt geht jetzt die Fahrt auf der Strecke bis Regensburg und dann über Landshut – Mühldorf nach Garching. Die Lok bleibt bis Garching am Zug.
10. + 11.) Gleich darauf kommt aus der Gegenrichtung 440 409 am Einfahrsignal vorbei. In Bad Abbach erfolgte die Kreuzung mit dem Kalkzug.